Christina Kolbe

Du musst das nicht mehr alles allein schaffen!

- Online-Beratung - diplom psychologin christina kolbe

Den Körper gegen Angst und Panik nutzen

Körper & Angst

Du hast sicher schon bemerkt, dass Du mit Deinen Angst-Gedanken hervorragend auf Deinen Körper einwirken kannst:

  • Anspannung
  • Geduckte Haltung
  • Herzrasen
  • Schwitzen

Diesen Mechanismus nutzen wir um den Spieß umzudrehen:

Enstpannung

Hast Du schon einmal versucht, mit gänzlich entspanntem Körper Angst zu haben? So richtige Angst, ins Panische driftend? Es wird Dir nicht gelingen. Daher möchte ich hier betonen, wie wichtig regelmäßige körperliche Entspannung für Deine Angsttherapie ist. Denn sie hilft nicht nur in diesem Moment, sie führt über das vegetative Nervensystem dazu, dass sich Dein ganzer Organismus langfristig beruhigt. Wenn Du die Übungen wirklich über eine längere Zeit regelmäßig machst.

Es ist wirklich erstaunlich einfach und in vielen Fällen löst sich mit der Zeit die Angst auf und man kann es im Nachhinein kaum glauben, dass sie einen so in Schach gehalten hat.

Tatsächlich haben aber gerade die Klienten mit Angstthematik Schwierigkeiten, sich auf Entspannung einzulassen. Das ist ja auch eigentlich sehr verständlich, wenn man bedenkt, dass der Organismus in absoluter Alarmbereitschaft ist – und das dauerhaft. Wenn Du jetzt also denkst, oh, nein, das kann ich nicht, ist es, als würdest Du den Schlüssel zur Lösungs-Schatzkiste wegwerfen. Ohne Entspannung wird es um vieles schwieriger, sich der übermäßigen Angst zu entledigen. Sicher ist es langfristig trotzdem möglich, aber ich glaube, dass regelmäßige Entspannung des Körpers die Wirkung Deiner sonstigen Ansätze multipliziert oder sogar potenziert.

Es wird vielleicht auch nicht von Anfang an so funktionieren, dass Du Dich so ganz auf die Übungen oder Meditationen einlassen kannst. Das ist in Ordnung, solange Du trotzdem dranbleibst. Zudem wirst Du weitere postive Effekte bemerken: Du kannst besser schlafen, bist in sozialer Interaktion gelassener, bist kreativer, konzentrierter und wieder leistungsfähiger. Das wiederum führt zu größerer Lebenszufriedenheit und eventuell auch zu mehr Erfolg.

Ich empfehle 2x am Tag 20 Minuten. Es ist nicht schlimm, wenn es nicht gleich funktioniert. Ich vergleiche es oft mit einem Training. Wir alle haben das Fahrradfahren nicht beim ersten Mal gelernt, sondern, weil wir es immer und immer wieder versucht haben.

Haltung, fake it till you make it!

Stell Dir vor, Du bist in einer Situation, die Dir Angst und Sorgen bereitet, wie ist Deine Haltung? Vermutlich geduckt und verkrampft, hoffentlich spricht mich niemand an. Als Beispiele mögen hier Vorträge, Meetings, Bewerbungsgespräche etc. dienen. Aber auch in den „normalen“ Angst- und Panikmomenten wird Dir diese Technik helfen. Denn das Gehirn befindet sich in einer Rückkopplungsschleife mit dem Körper.

Die Strategie ist die folgende: Überlege Dir zunächst, wie Dein Körper sich anfühlt, wenn Du ängstlich und schüchtern bist. Atmung, Schultern, Kiefer, Stimme, Hände, usw.

Hilfreich wären auch hier Notizen.

Dann nimmst Du bewusst eine mutige, gelassene, selbstbewusste Haltung ein. Auch wenn es Dir in dem Moment schwerfällt oder sich komisch anfühlt. Achte dabei besonders auf Schultern und Atmung. Auf festen Stand auf dem Boden, auf tiefe, ruhige Atmung. Versuche den Körper für 2 Minuten so zu belassen. Anfangs solltest Du dabei Außenreize ausblenden um Ablenkung zu vermeiden. Also vielleicht allein starten.

Nimm wahr, wie sich nach diesen 2 Minuten Deine Stimmung verändert hat.

Der „Trick“ dabei ist, dass Dein Gehirn deinem Körper glauben wird, je öfter Du übst. Und das wird im Verlauf dann sogar auf Deine Umwelt abfärben. Du wirst souveräner, ruhiger und selbstbewusster wahrgenommen. Übung und das Ziel vor Augen machen auch hierbei den Meister!

Stress aus dem Körper holen

Stress ist körperlich messbar und führt, wenn er nicht physisch abgebaut wird, zu mehr Stress, einer insgesamt höheren Aufmerksamkeit auf angstauslösende Reize und noch mehr Anspannung und körperlicher Unruhe.

Sorge deswegen dafür, dass der ursprüngliche Zweck der Stresshormone erfüllt wird, damit sie abgebaut werden können. Das gelingt nachgewiesen am besten über Sport, Entspannung, Meditation, sozialer Interaktion und sogar Lachen oder gemeinsamem Singen.

Versuche, all die genannten Punkte zu einem festen Bestandteil Deines Alltags zu machen.


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